Mittwoch, 11. März 2009

Missverständnisse

Missverständnisse zum Beispiel sind sehr traurig, oder? Wie oft begegnen sie uns dennoch – täglich! Ob wir es wollen oder nicht, sie ereilen uns immer wieder aufs Neue. Können wir etwas dagegen tun? Manchmal. Aber nicht immer, oder sind Sie der Kommunikationskünstler, der immer die richtige Wortwahl und die nötige Sensibilität für ihre Umwelt parat hat? Ich hoffe es für Sie! Aber mal ehrlich: Wenn Sie dies von sich behaupten sollten, grenzt dies dann nicht schon an Blasphemie?

„Liebe Deinen Nächsten, wie Dich selbst!“ So heißt es in der Bibel. Aber wenig später bekommen wir mitgeteilt: „Begehre nicht Deines Nächsten Weib!“ Hey, Moment mal! Was ist, wenn mein Nächster eine Frau ist? Dann soll ich sie lieben, wie mich selbst! Aber ich weiß nicht, ob sie nicht vielleicht schon das Weib eines anderen Nächsten ist, oder? Schwierige Sache, mit der Nächstenliebe! Vielleicht könnte man sich hierzu mal bei der Kirche einige Gedanken machen, um uns Sündern dies näher zu bringen. Eine Art Leitfaden für den Umgang mit dem und der „Nächsten“! Sollen wir vorher fragen, ob vielleicht noch ein Nächster hinter der nächsten Ecke lauert, der unsere Nächstenliebe mit der nächsten Tracht Prügel ahnden wird? Ich weiß es nicht. Aber es wäre schön zu wissen.

Missverständnis und Unverständnis sind Brüder! Oder besser gesagt Schwestern, denn sie haben die eigentlich typisch weibliche Eigenschaft, das über kaum etwas so viel geredet wird, wie über sie! Und dennoch führt das Eine meist mit tödlicher Sicherheit zum Anderen! Sie bedingen sich gegenseitig! Sie ereilen uns stets im Doppelpack, wie siamesische Zwillinge. Und ich möchte bei der Gelegenheit daran erinnern, dass Unverständnis schon des Öfteren zu größeren Katastrophen menschlicher Geschichte geführt haben!

Unverständnis über Äußerungen eines Politikers jedoch sind durchaus erwünscht! Ja, sie sind sogar Programm! Denn dadurch können Politiker später immer genau das Gegenteil dessen behaupten, was sie einige Zeit vorher noch gesagt haben! Politik ist also "gewolltes Missverständnis"! Und da diese Anforderung so verdammt hoch ist, brauchen hohe Politiker auch immer einen Stab von mehreren Beratern, die ihnen das Handwerkszeug zu weiterer Verwirrung und konstruktivem Unverständnis liefern! Aber bitte alles politisch korrekt verpackt! Damit später niemand erfolgreich in die eine oder andere Richtung interpretieren kann. Und doch versuchen die Medien genau das täglich! Ich sagte bereits: Sie begegnen uns täglich! Die Missverständnisse dieser Welt. Auch im zwischenmenschlichen Bereich!

Der Zwischenmenschliche Bereich! Oder genauer gesagt: Das Missverständnis zwischen Mann und Frau! Eigentlich müsste die „Frau“ zuerst genannt werden, aber ich habe diese Redewendung so kenne gelernt – auf dem vorher erwähnten humanistischen Bildungsinstitut, das sich übrigens noch nicht mit einer rechtlichen Freizeichnungsklausel bei mir gemeldet hat. Viele sehr bekannte „Comedians“, Satiriker oder Zeitkritiker haben sich dieses Themas bereits mehrfach angenommen, also werde ich Ihre Nerven nicht unnötig in diesem Zusammenhang strapazieren. Aber einiges soll in diesem Zusammenhang erwähnt werden, um meinem Konzept Rechnung zu tragen: „Mann“ ist halt nicht, was „Frau“ gerne hätte und umgekehrt! Jetzt wissen Sie, warum ich bei der eigentlich falschen Reihenfolge der Nennung der Geschlechter verblieb. Anders herum wäre es dem weiblichen Geschlecht gegenüber noch sehr viel negativer ausgefallen, als es ohnehin schon ist. Ein so genannter Promi hat ja in diesem Zusammenhang sogar ein Wörterbuch auf den Markt gebracht: „Frau – Mann / Mann – Frau“! Ja brauchen wir das wirklich? Abgesehen von der sehr amüsanten Lektüre dieses kleinen Buches, finde ich es sachlich absolut korrekt, womit mich alle weiblichen Leserinnen nun wahrscheinlich endgültig in eine gedankliche Schublade verfrachten, in der es mir sehr unwohl werden müsste. Glücklicherweise sieht man mir diese Meinung nicht direkt an.

Das größte Missverständnis zwischen Mann und Frau ist doch die Institution Ehe an sich, oder? Neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen zufolge, sind Menschen nicht für die Monogamie geschaffen! Wir handeln also seit Jahrhunderten gegen unsere ureigenste Natur, wenn wir uns gegenseitig ewige Treue versprechen. Tja, die liebe Frau Pauli hat dies erkannt und einen Ausweg formuliert. In diesem Zusammenhang ist der Begriff „fremdgehen“ also völlig fehl am Platze! Wir sollten besser einen Ersatz-Begriff prägen, der den neuen Erkenntnissen Rechnung trägt. Hmm, wenn wir beim Vorgang des „Fremdgehens“ eigentlich nur unserer natürlichen Veranlagungen Tribut zollen, dann wäre es sicher treffender, den Begriff „Natur“ in diesem neuen Ersatzbegriff wieder zu finden! Sie merken schon, ich mache gerade, wofür wir Deutsche weltweit bekannt sind und bewundert werden: Ich füge bereits vorhandene Begriffe der deutschen Sprache möglichst sinnvoll aneinander, um damit einen neuen Umstand zu beschreiben! Aufgefallen ist mir dies bei einem längeren Aufenthalt in den USA. Mit meinen damals sehr beschränkten Kenntnissen der dortigen Sprache (liebe Grüße an alle meine ehemaligen Englischlehrer), fiel es mir oft leicht, den entsprechenden deutschen Begriff in seine Bestandteile zu zerlegen und die jeweilige Teilvokabel ins Englische zu übersetzen. Dort angekommen, setzte ich diese einzelnen Vokabeln wieder zusammen und gab diese, meine persönliche englische Vokabel, verbal zum Besten! Ja! Zum Besten! Denn zu 99% erntete ich damit einen Lacher, ein fröhliches Lächeln und beste Laune, sowie die passende englische Vokabel, die sich alsdann auch fest in mein Hirn einbrannte! Hätte ich das als Schüler geahnt, wären mir all diese schrecklichen Erlebnisse bei und mit den Vokabel-Tests erspart geblieben!

Wenn ich mir nun den letzten Absatz nochmals ansehe, dann erscheint mir meine Beschreibung sehr unverständlich. Lassen Sie mich also versuchen, an einem Beispiel den Sinn meiner Worte klar zu machen:
Im Deutschen besteht ja die Tendenz, bereits vorhandene Wörter ihrer Bedeutung entsprechend so aneinander zu reihen, dass sie möglichst präzise dem neuen, gesuchten Begriff entsprechen. Hmm, das kommt mir bekannt vor! Ach ja, das habe ich etwas weiter oben bereits von mir behauptet. Nun gut. Also nennen wir unseren Gartenzaun deswegen Gartenzaun, weil dieser beschriebene Zaun unseren, oder den Garten irgendjemand Anderes, umzäunt. Dementsprechend gibt es bei uns auch einen Bauzaun, einen Drahtzaun, einen Holzzaun, einen Absperrzaun, einen Schutzzaun und weitere! Ist Ihnen das auch schon aufgefallen? Im amerikanisch-englischen Sprachgebrauch gibt es für „den Zaun“ einen Begriff: „Fence“. Fertig aus. Nix mit „garden-fence“, aber jeder Amerikaner, den ich mit dieser typisch deutschen Zusammensetzung konfrontiert hätte, hätte dennoch sofort verstanden was gemeint gewesen wäre und Einige haben sogar die Präzision an unserer Sprache bewundernd zum Ausdruck gebracht. Dort werden eher neue Wörter komplett aus der Retorte erschaffen, die dann andere Arten von Zäunen beschreiben. Aber um dies zu belegen fehlen mir nun Beispiele. Ich überlasse dies besser den Sprachwissenschaftlern unter Ihnen. Manchmal sogar leihen sich Amerikaner Wörter anderer Sprachen, die ihnen einleuchtend erscheinen. So erfolgt die Unterbringung von Vorschulkindern im dort so genannten „Kindergarden“, was wohl ein Überbleibsel ihres Besuchs in Deutschland während des zweiten Weltkriegs zu sein scheint. Hierzu gibt es keine Missverständnisse mehr, oder?
Obwohl, wenn wir mal ehrlich sind, ist es dann überhaupt notwendig, stets so präzise darzustellen was wir meinen? Wenn wir mit unserem Nachbarn am Gartenzaun plaudern und ihm ein Kompliment zu seinem neuen Exemplar machen wollen, dann ist der Begriff „Gartenzaun“ doch eigentlich ein verbaler, ausdruckstechnischer „overkill“, oder? Oder könnte es sein, dass unser eben erwähnter Nachbar die Nutzung des schlichten Begriffs „Zaun“ missverstehen könnte? Ich denke nicht. Er wird im geografischen Umfeld seines Gartens automatisch an seinen „Gartenzaun“ denken, auch wenn wir nur den Begriff „Zaun“ benutzen. Wir tun es meist dennoch, weil wir Missverständnissen entgegen wirken wollen, denn wir hassen sie.

Aber zurück zu meinem Versuch, diesem so negativ behafteten Ausdruck „fremdgehen“ ein neues, natürliches und wissenschaftlich belegtes Kleid zu verpassen. Wenn der Vorgang an sich, ein an sich natürlicher ist und lediglich unserer Natur entspricht, dann sollte in dem zu erwartenden neuen Begriff auf keinen Fall der Teilbegriff „Trieb“ darin vorkommen, denn auch dieser ist stark negativ belastet! Es geht ja dabei letztlich um ein natürliches Bedürfnis! Nein, nicht was Sie jetzt gerade assoziiert haben. Aber Sie haben Recht! Es gilt bei unserer Wortschöpfung diese Assoziationskette ebenfalls auszuschließen. Und praktischer Weise sollte der neue Begriff nicht länger sein, als der bisher benutzte. Also, wie bringt man „natürlich“ und „Sex“ zusammen? Und damit meine ich nicht dessen Ausführung in eben erwähnter Natur, denn meistens geht man ja nicht „outdoor“ fremd. Aber andererseits ist es auch gleich, ob der Vorgang drinnen oder draußen stattfindet. „Fremdgehen“, oder wie manche auch sagen: „betrügen“. Warum immer so negativ, wenn es doch unsere wissenschaftlich nachgewiesene Bestimmung ist. Na ja, unsere Kultur verbietet uns wohl, so zu denken. Aber Herr Becker oder Herr Bohlen, die beiden großen „B“ in Deutschland, erlauben sich doch auch völlige kulturelle Freiheit in dieser Hinsicht! Ich habe mal gehört, in Österreich nennt man es „fremdeln“! Eine deutliche Verniedlichung im Vergleich zur deutschen Begrifflichkeit. Auch „schnackseln“ wurde in diesem Zusammenhang schon einmal erwähnt. Also wie bringen wir die Natürlichkeit des körperlichen Miteinanders zum Ausdruck, ohne dabei das negative Image beizubehalten? Wir wollen ja auch der Tatsache Rechnung tragen, dass dies außerhalb einer bereits bestehenden Partnerschaft geschieht! Sie sehen, die deutsche Sprache ist so verdammt präzise, dass sie uns manchmal daran hindert, einen an sich einfachen Vorgang einigermaßen wertfrei zum Ausdruck zu bringen. Wir sind also sozusagen „sprachgehemmt“ im Umgang mit höchst natürlichen Vorgängen unseres Lebens! In anderen Ländern lässt man sich nicht so einfach einengen! Dort wird schlicht ein neuer Begriff geprägt. „Schnackseln“ z.B. oder „fremdeln“! Ich gebe also an dieser Stelle auf und warte sehnsüchtig auf Ihre Vorschläge zur Lösung des Problems, wobei ich sehr wahrscheinlich nur von Männern produktive Vorschläge erhalten werde, während die Damen mir eher meine Argumentationskette übel nehmen werden und mich als „Macho“ abstempeln. Allerdings – genau betrachtet gibt es auch viele Frauen die „fremd schnackseln“ und vielleicht fällt Ihnen zu diesem Thema etwas ein.

Missverständnisse gibt es natürlich nicht nur zwischen Mann und Frau, sondern auch zwischen Frau und Frau, Mann und Mann, Sohn und Mutter, Mutter und Tochter, Kind und Vater, Lehrer und Kind und sehr häufig Lehrern und Eltern, sowie unter Arbeitskollegen, Sportfreunden oder sonst wie zusammenkommenden Menschen. Mit anderen Worten: Missverständnisse gehören zum Menschen! Hmm, ist dies denn nun ein Kriterium für den Unterschied zwischen Mensch und Tier? Nein! Dies wäre ein Missverständnis! Auch Tiere streiten sich, z.B. um Futter oder um einen potentiellen Partner, womit sich Tiere wiederum dem Menschen in seinen Problemen nähern, nur ohne jemals den Begriff „fremdgehen“ benutzt zu haben! Jetzt wird es verwirrend! Es kann sich nur um ein Missverständnis handeln, wenn man Mensch und Tier auf eine Stufe stellt! Dennoch gibt es Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede! Da fällt mir auf: jene Sprache, die uns beim „fremdgehen“ so negativ wertet, ist Teil unserer Kultur, welche uns wiederum vom Tier unterscheidet, wobei wir uns bei der Ausführung der eigentlichen Tätigkeit, dem Tier eigentlich annähern! Grrr, sehr verwirrend sogar!

Vorschriften

Ich habe die Sache mit der Vorschrift durch die Politik hinsichtlich Handy und Internet für Kinder durchaus ernst gemeint! Und wenn Sie gemäßigter Natur sind, fragen Sie sich zu Recht: „Übertreibt er jetzt nicht sehr?“ Ich möchte Ihnen sofort antworten: „Mit Tanten!“ Unverständlich? Ach ja, es heißt ja „mitnichten“. Verzeihen Sie bitte meinen Hang zum Wortwitz an dieser Stelle. Ich versuche mich zu mäßigen.

Schauen wir uns doch mal das Nichtrauchergesetz und dessen Umsetzung an! Ich höre den Aufschrei bis hierher! Sollten Sie zu den militanten Nichtrauchern gehören die dieses Gesetz befürworten, tun Sie dies auch zu recht (aus Ihrer Sicht)! Ich habe dies bisher absichtlich nicht erwähnt, damit Sie weiter lesen! Ich habe Sie also in gewisser Weise betrogen, wofür ich mich hiermit entschuldige! Dies wiederum macht mich zu einem sehr feinfühligen Mitmenschen. Hinterhältig, aber sensibel! Entscheiden Sie selbst, ob Sie sich meinen Gedanken dennoch hingeben wollen.

Das Nichtrauchergesetz, oder präziser gesagt, das "Gesetz zum Schutze der Nichtraucher"! Zunächst einmal wurde dies aus Brüssel vorgegeben! Aha, Deutschland ist also kein souveräner Staat mehr! Peng – an dieser Stelle klinken sich alle Politiker wegen persönlicher Beleidigung aus. Aber wie sonst soll ich die vorgebrachte Argumentation einiger Politiker deuten? So sagte z.B. die für die Umsetzung zuständige Senatorin eines Bundeslandes der BRD in der Presse: „Ich verstehe die Aufregung nicht! Nach der EU-Richtlinie wurde dies in anderen EU-Ländern doch auch schon umgesetzt!“ Hört, hört! Und wie ist das mit der Geschwindigkeitsbegrenzung auf deutschen Autobahnen? Sagte nicht kürzlich unsere allseits beliebte Kanzlerin, dass eine Geschwindigkeitsbegrenzung mit ihr nicht zu machen sein wird! Hmm, also gibt es den souveränen deutschen Staat in einigen Teilbereichen der Politik sehr wohl! In anderen nicht! Liebe Frau Senatorin, verstehen Sie es nun?

Verstehen Sie mich bitte nicht falsch! Der Schutz des Nichtrauchers ist eine sehr sinnvolle Sache an sich! Und obwohl ich mich als aktiver Raucher eher auf der ablehnenden Seite befinde, sehe ich das Grundprinzip durchaus ein! Damit sitze ich nun als Ketzer zwischen allen Stühlen, ich weiß. Aber warum sollte ich neben einem Nichtraucher paffen, wenn ihn dies stört? Nicht alle Raucher sind gleichzeitig böswillige Zeitgenossen! Was will uns die Forschung glauben machen: Passivraucher sind einem weit höheren Risiko der Krebserkrankung ausgesetzt, als Raucher selbst! Aha! Wäre es dann nicht eine logische Konsequenz, dem Nichtraucher eine Rauchvorschrift aufzuerlegen, damit er die achso leeren Kranken-Kassen nicht mit seiner Erkrankung belasten möge? Hatte ich schon erwähnt, dass ich ein Sarkast und Ketzer sein kann? Nun, diese Lösung ist natürlich abwegig, da sie einen deutlichen Eingriff in die private Entscheidungsfreiheit des Nichtrauchers darstellt! Aber ebenso abwegig ist der Eingriff in die private Entscheidungsfreiheit des Rauchers, dies nicht mehr tun zu dürfen, was er so gerne tut: Rauchen! Also gab es kein generelles Rauchverbot! Es darf weiter geraucht werden und fragt man den zuständigen Finanzminister, soll sogar weiter geraucht werden, da er nämlich ansonsten ein riesiges, mehrere Milliarden Euro großes Loch in der Staatskasse stopfen müsste! Aber bitte nicht mehr in der Öffentlichkeit! Aha! Nun, wenn der typische Raucher nicht in der Öffentlichkeit rauchen darf, wo raucht er dann? Da wo es keinen fremden Nichtraucher schädigt: In seiner Wohnung, streng nach dem Motto: „My home is my castle! And my castle has a chimney!“ wird ihm keine Wahl bleiben! Nun stellt sich mir als Familienvater die Frage: „Was ist mit den heimischen Nichtrauchern?“ Sicher, die Ehefrau wird sich noch zu wehren wissen, aber was ist mit den vielen Kindern? Hat eigentlich irgendein Politiker jemals darüber nachgedacht, was das öffentliche Rauchverbot und der damit verbundene Rückgang des Rauchens in Kneipen, Restaurants und anderen öffentlichen Lokalen und Gebäuden für Folgen für die Kinder hat? Sie sind es doch, die wir schützen sollten! Sie sollen doch erst möglichst spät mit Tabak und Alkohol in Kontakt kommen! Und nun setzen unsere Politiker den „Kneipen-Rauchern“ die Stühle vor die Tür und zwingen sie sozusagen zur Verpestung der heimischen Luft! Wenn ich etwas für inkonsequent und wenig durchdacht halte, dann ist es genau das! Wie gesagt, ein generelles Rauchverbot wäre da logischer! Aber denken Sie bitte an den Finanzminister, dem jährlich rund 30 Milliarden Euro Tabak-Steuer-Einnahmen fehlen würden! Möchten Sie dies über ihre nächste Lohnsteuerabrechnung decken? Gut, Michael Schuhmacher kann darüber nur schmunzeln, aber…

Und vergessen wir bitte auch nicht die vielen Kneipenbesitzer! Bis jetzt habe ich noch nichts von einer wie auch immer gearteten „Raucherkonzession“ gehört! Und in den meist kleinen Räumlichkeiten, in denen es sich vorzüglich ein Bierchen schlürfen lässt, ist kein Platz für ein abgetrenntes „Raucher-Separee“! Wie unsere Freunde auf der Britischen Insel bereits festgestellt haben, werden Umsatzeinbußen von etwa 30% üblich sein! Damit steht auch fest, dass die Gewerbesteuer-Einnahmen der Gemeinden um eben diese 30% sinken werden! Das sollte eigentlich jeden Bürgermeister zum Verbündeten der Raucher machen! So wie vor einigen Jahren die Raucher zum Verbündeten des Militärs gemacht wurden, als die Tabaksteuer mit der Begründung angehoben wurde, dass die Kosten der Bundeswehreinsätze im Ausland über diese Erhöhung finanziert werden sollen! Was würde denn mit unseren „Jungs“ im Irak, in Afghanistan oder im Kosovo geschehen, wenn wir nun alle aufhörten zu rauchen? Wäre wenigstens der Rücktransport gesichert?

Schauen Sie sich doch abends mal um! Was sehen Sie da? Menschen die bei klirrender Kälte mit dem Glimmstengel in der Hand vor der Tür jener Kneipe stehen, in welcher ihr Bier und ihre Pizza gerade warm bzw. kalt werden, weil ihr Timing einfach nicht gut war. Ich behaupte jetzt mal sehr ketzerisch: Der typische abendliche Kneipenbesucher ist Raucher! In Restaurants mag sich das prozentuale Verhältnis sehr wohl zu Gunsten der Nichtraucher verschieben, aber in der typischen Eckkneipe? Warum sollten sich also die wenigen Nichtraucher über die vielen Raucher beschweren dürfen? In einer Demokratie gelten doch die Mehrheitsverhältnisse als Maßstab! Also warum nicht die Nichtraucher aus den Kneipen verbannen, es sei denn sie würden rauchen?
Hallo Frau Pauli! Wollen Sie mich heiraten? Für sieben Jahre!

Dienstag, 17. Februar 2009

Mensch...

Mensch! Was ist das eigentlich? Komische Frage, nicht wahr! Aber was macht einen Menschen aus? Und damit meine ich nicht den biologischen Unterschied zum Tier, zumindest nicht ausschließlich! Der religiöse Ansatz wäre ja wohl: „Und der Mensch macht sich die Erde Untertan!“ Aha! Das haben wir sicher geschafft. Wobei allerdings einige Maßnahmen und Methoden durchaus etwas selbst zerstörerisches haben. Der Mensch hat sich die Erde Untertan gemacht. Ich denke das werden wir alle unterschreiben können. Aber hat er dabei die Konsequenzen bedacht? Sicher nicht alle, sonst hätten wir kein Klimaproblem, oder? Wir würden keine Organisationen wie Amnesty International benötigen, die sich um Verfehlungen bei der Behandlung Anderer kümmert! Wir hätten keinen Holocaust erlebt, oder besser erleben müssen! Es hätte nicht einmal die Kreuzzüge gegeben! Also was unterschiedet den Menschen wirklich vom – ja was eigentlich? Dem Unmenschen? Oder dem Tier? Hmm, Tiere leben eigentlich im Einklang mit ihrer Umgebung! Sie tun das, wofür sie existenziell vorprogrammiert sind: Überleben! Sie leben! Schlicht und einfach. Und so lange ihnen die existenziellen Ressourcen nicht ausgehen, tun sie dies an dem Ort, wo sie sich befinden! Da haben wir Menschen es etwas schwieriger! Wir benötigen weit mehr als rudimentäre Ressourcen, um uns als Mensch zu fühlen! Und die Wenigen, die tatsächlich im Einklang mit der Natur zu leben versuchen, betiteln wir mit Begriffen wie „Aussteiger“ oder „Waldmensch“! Nicht so nett, oder? Es gibt also „Menschen“ und „Waldmenschen“ oder „menschliche Aussteiger“! Aha, Mensch ist nicht gleich Mensch! Jetzt komme ich aber wirklich ins Grübeln, denn in unserer teilweise sehr dunklen Vergangenheit als Deutsche, gab es diese These doch schon mal! Gut, heute mag man in dieser Form darüber nicht mehr reden, aber können wir es abstreiten?

Menschen!? Was sind Menschen? Was sind sie wert? Dürfen Menschen über das Schicksal einer Region, oder gar des ganzen Planeten entscheiden? Sind sie zu Recht der „Obertan“ der Erde? Ja, Obertan sieht merkwürdig aus! Aber wenn es einen Untertan gibt, dann müsste das Gegenstück dazu doch wohl so heißen, oder? Manche mögen nun zu Recht behaupten, dass unsere Kultur das wichtigste Merkmal unseres Daseins sei und uns dies zu Menschen macht! Schönes Argument! Kultur! Ja, ein sicher sehr wichtiger Punkt. Kultur ist schön! Kultur bedeutet geistige Überlegenheit! Aber mal ehrlich, liebe Leser: Hat uns unsere Kultur bisher in irgendeiner Weise bei der Bewältigung unserer Probleme geholfen? Und auch nicht ganz unwichtig: Gibt es eine einheitliche Definition des Begriffes Kultur? Haben wir in der Vergangenheit nicht reihenweise Kulturen von diesem Planeten getilgt? So wie ganze Gattungen von Tieren oder Pflanzenarten? Die überlebenden Indianer haben ja wenigstens ihre Reservate, in denen sie ganz natürlich ihre Kultur pflegen dürfen. Aber wer hat denn die früheren Völker mal nach ihrem Recht auf Existenz gefragt? Nein, damit meine ich nicht die Urmenschen, sondern z.B. jene Völker, die so um das 11. oder 12. Jahrhundert herum Europa unter sich aufteilten. Menschen haben schon immer das Recht für sich in Anspruch genommen, andere Menschen bzw. Völker notfalls auszulöschen, sofern sie meinten, dies sei zur Erhaltung ihrer eigenen Art notwendig! Ach und die Kirche selbst, die vermeintlich humanistischste aller Organisationen, erklärte vor langer Zeit allen „Ungläubigen“ den Krieg! Nicht ganz unähnlich der Argumentationskette heutiger so genannter religiöser Fanatiker! Überhaupt – hätten wir Menschen aus unserer Vergangenheit nicht viel mehr und besser lernen können! Wiederholen wir die Fehler der Vergangenheit nicht zu oft? Ist ein Teil unserer Kultur nicht auch der Fakt, dass wir eben nichts lernen? Wozu brauchen wir Theater, Oper, Bilder und Gedichte, wenn in jeder Generation die gleichen oder ähnliche Probleme mit den gleichen oder ähnlichen falschen Maßnahmen angegangen werden? Sicher, unsere Wissenschaft ist jener der Tiere weit voraus! Unsagbar weit sogar, da eine tierische Wissenschaft zumindest noch nicht belegt werden kann! Oder haben Sie schon einmal etwas von einem Gen-Labor der Ratten gehört, in welchem Menschen geklont werden, um ihre Überlebensfähigkeit unter Extrembedingungen zu testen. Glücklicherweise nicht, oder? Und doch: Wir tun genau dies! Um unseren so genannten Fortschritt voran zu treiben! Sollen die dummen Ratten doch sterben! Hauptsache wir wissen, wie ihre Gene funktionieren! Aber Vorsicht: Es gab auch schon Herrscher, die an Menschen Forschung betrieben! So nach dem Motto: Sollen die Anderen doch sterben, Hauptsache unsere Rasse lebt weiter! Und heute brauchen wir weit weniger, als einen Herrscher, um das gleiche Phänomen heraufzubeschwören! Heute reicht eine gewisse (meist große) Summe Geld, um die Hemmungen der Beteiligten zu beseitigen! Aber müssen wir überhaupt so weit gehen, um uns diese Willigkeit des Menschen, andere zu beherrschen und sich Wissen zu seinen Gunsten anzueignen, nachweisen zu können? Schauen wir uns doch mal unser tägliches Umfeld an! Hat ihr Kollege sich nicht auch schon mal versucht, sich mit ihren Ideen einen Vorteil im täglichen Arbeitskampf zu verschaffen? War das fair? Ohne zu wissen, ob Sie sich erfolgreich wehren konnten, wovon ich einfach mal zu Ihren Gunsten ausgehen möchte: Hätten Sie ihn dafür nicht zu gerne so behandelt, wie unsere Vorfahren ihre Beutetiere? Aber das taten Sie natürlich nicht! Sie haben ja schließlich Kultur! Oder zumindest emotionale Skrupel!

Menschen sind doch auch nur Tiere! Hochentwickelte Tiere mit Trieben, Ängsten, Bedürfnissen und – Kultur! Als wir noch keine Kultur besaßen, nannten wir uns noch „Jäger und Sammler“! Aber mal ehrlich: noch heute sind wir Jäger, oder? Wie sonst ist die männliche Jagd nach dem hübschesten weiblichen Opfer zu verstehen? Zur Erhaltung der Art, wäre ja ein weniger hübsches Exemplar auch ausreichend! Und noch deutlicher: Wie viele Jäger, Wildhüter, Fischer (jagen schließlich auch!) gibt es heute noch? Einige Millionen, oder? Und zum Thema Sammler: Mal ehrlich liebe Frauen, wären weniger Schuhe, Kleider, Tops oder Ringe nicht auch ausreichend? Sicher, es gibt Sammlerinnen, die sich durch ihre Leidenschaft sehr interessant darstellen können, aber das täuscht doch kaum über die dahinter stehende Tatsache hinweg, dass es die Sammelleidenschaft ist, die als treibende Kraft dahinter steht! Und ich mache niemandem deswegen einen Vorwurf! Ich fördere dies ja beispielsweise bei meinem Sohn dadurch, dass ich ihm manchmal diese kleinen Fußball-Bilder eines bekannten Herstellers mitbringe, weil er sie so gerne in sein „Sammelalbum“ einsortiert! Jäger und Sammler! Das waren und sind wir noch heute! Und damit haben wir uns in dieser Hinsicht nicht wirklich von unseren Vorfahren entfernt! Wir gehören also immer noch zu den Säugetieren! Nur mit dem Unterschied, dass öffentliche Kopulation, im Gegensatz zu unseren nahen Verwandten, bei uns eher ungewöhnlich ist! Die – ich nenne es mal „Mechanik“ – ist die Gleiche!

Ich persönlich kann mir gar nicht vorstellen, wie das Leben seinerzeit aussehen mochte, als es noch kein Geld gab und direkter Tauschhandel das Leben beherrschte! Wäre ja auch ziemlich schwierig, mit Kartoffeln beim Frisör zu handeln, oder ein Auto mit Ländereien aufzuwiegen! Tauschhandel und Geld! Ich schrieb ja gerade, dass ich mir ein Leben ohne Geld gar nicht vorstellen könne. Nun fällt mir gerade auf, dass die Gründe hierfür zwar offensichtlich sind, dass unsere Gesellschaft aber gar keine reine Geld-Gesellschaft ist! Nein, sicher gehen wir nicht mit Tauschgütern sondern mit Geld bei Aldi einkaufen, aber an anderer Stelle wird der heutige Tauschhandel sehr wohl noch sehr aktiv betrieben. Ein Beispiel hierfür sind wohl die so genannten privaten Netzwerke, besser bekannt unter dem neudeutschen Begriff „social networking“! Anglizismen prägen unsere Gesellschaft halt! Und wir pflegen sie mit der typisch deutschen Ausdauer und Hartnäckigkeit gar so weit, dass wir sogar unsere eigenen erfinden! Ja, tatsächlich! Deutsche erfinden Wörter die englisch klingen, aber gar nicht der englischen Sprache entnommen sind! „Handy“ ist ein Beispiel dafür! Mag sein dass unsere EU-Mitbürger der Insel ihn mittlerweile kennen gelernt haben, aber sie nennen ihr „Handy“ gar nicht so, sondern vielmehr „mobile phone“! Und das ist ja auch logisch, denn es erlaubt das mobile telefonieren! Der Begriff liegt also auf der Hand. Und wie verhält es sich mit unserem „Handy“? Wo kommt der eigentlich her? Ist er mal wieder über die Werbung zu uns gelangt? Was bedeutet er? Das „Handy“ - mal ehrlich – wir wissen was gemeint ist, aber der Begriff sagt doch gar nichts aus! Er ist wahrscheinlich vom Begriff des „Handheld“ abgeleitet, der eigentlich all die kleinen tragbaren Computer zusammenfasst, mit denen einige von uns ihre Termine verwalten, ihre Telefonnummern speichern, oder schlicht ihre Präsenz aufbessern wollen! Sieht halt wichtig aus, so ein Handheld. Manchen von uns ist aber sogar dieser Begriff zu schwierig und sie nennen alle Handhelds, gleich welchen Fabrikats, schlicht Palm („Paam“ gesprochen)! Wobei man dabei den vielen anderen Herstellern natürlich nicht entsprechend gerecht wird. „Handy“ ist doch aber etwas ganz anderes, oder? Gut, heute können „mobile phones“ sicher auch Termine verwalten und Nummern speichern und dies sogar sehr effektiv, da der Umweg über das natürlich ebenfalls notwendige „Notebook“ entfällt. Von daher betrachtet hatte dieser Begriff sogar eine beeinflussende Wirkung auf das Produkt an sich! Aus dem eigentlichen Mobiltelefon ist in der Tat ein „Handy“ geworden, aber da dies weder ausschließlich oder zuerst in Deutschland geschah, steht es wohl in keinem Zusammenhang mit unserer Wortschöpfung! Es gibt die gleichen Geräte ja auch in allen anderen Ländern dieser Welt, nur in unterschiedlichen anteiligen Ausprägungen! Ach und dann sind da noch die Amerikaner als Kultur, die ihre „mobile phones“ dann wiederum nicht „mobile“ nennen, sondern „cell phone“! Tja, jetzt wird´s für mich kompliziert! Sie werden ihre Mobiltelefone doch nicht etwas nur in irgendwelchen Zellen benutzen?! Nein, das tun sie ganz bestimmt nicht! Aber andererseits doch! Denn die Amerikaner haben klar erkannt, dass ein Land in dem Mobiltelefone benutzt werden, zunächst in einzelne „Zellen“, geografische Räume, unterteilt werden muss, welche mit Hilfe irgendeiner Funkanlage uns das telefonieren erst erlauben! Vorausgesetzt wir haben eine solche Funkzelle um uns herum, können wir uns unter gewissen Voraussetzungen tatsächlich mit anderen Menschen unterhalten! Manchmal sogar mit dem Menschen der neben uns steht! Aber auch nur manchmal! Wir haben also erkannt: Ein „cell phone“ ist nicht das Haustelefon einer Strafanstalt, sondern der amerikanische Begriff für Mobiltelefon! Gut das ich keine Ahnung habe, wie die Dinger in Japan, China oder Russland genannt werden, sonst hätte ich Ihnen auch diesen Exkurs nicht erspart!

Wie kam ich jetzt eigentlich auf das Thema „Handy“? Ach ja, ich war beim Tauschhandel und wollte eigentlich über „social networking“ nachdenken. Nun verstehen Sie sicher den Exkurs, oder? Das Handy ist unser wichtigstes Werkzeug in Aufbau und Erhalt von privaten, sozialen Netzwerken! Und da es so verdammt wichtig für uns geworden ist, muss es auch überall und zu jeder Zeit bereit sein! Es gibt keinen Ort, wo nicht mehr telefoniert wird! Und Menschen meiden sogar „Zellen“ und Bereiche, die schrecklicherweise noch nicht mit Funkwellen bestrichen werden, da sie dort ihrer liebsten Beschäftigung nicht frönen können! Die Zahl von Spaziergängern in unerreichbaren Waldgebieten z.B. ist statistisch belegt um mehr als 50% gesunken! Daher stellen die Betreiber der Funknetze nun auch Funkanlagen in Waldgegenden auf! Aus Gründen der Tourismus-Förderung für diese Gebiete und auf Anfrage der örtlichen Gemeinden! Aber zurück zum sozialen Netzwerk. Wir brauchen diese zum Überleben! Sie sind es oft, die uns letztlich das Geld bescheren, welches wir benötigen um unsere horrenden Handy-rechnungen und Anderes zu begleichen! Vor langer, langer Zeit reichte ein gelegentlicher Besuch bei den Verwandten um ein wichtiges soziales Netzwerk sein eigen nennen zu dürfen: Die Familie! Mit Einführung des drahtgebundenen Telefons wurde es zu einer lieben Gewohnheit, die Lieben am Wochenende anzurufen. Damals durfte man dies noch aus den eigenen vier Wänden tun, oder besser, man musste es sogar! Heute erwartet eigentlich jeder Handybesitzer zumindest eine nahezu tägliche SMS zur Aufrechterhaltung des Kontaktes. Dies scheint ein Teil unserer Kultur geworden zu sein! SMS? Fragen wir uns doch mal was das nun wieder bedeutet: Was wir wohl alle wissen ist, dass sie als Text auf dem Handy landen und meist sehr kurz sind. Erst klingelt, brummt, summt, hustet oder stöhnt unser Handy kurz und dann erscheint die erlösende Meldung: „Nachricht erhalten“ Aha denken wir und sehen uns sogleich an, wer uns was gesendet hat und wir lesen dann so interessante Sätze wie: „Komme etwas später!“ oder „Stecke im Stau!“ oder noch kürzer: „Hdgdl!“ Tja, und nun wird´s erst recht kompliziert! Denn wir haben ja gerade erst gelernt, wie wir Nachrichten am Handy lesen können! Nun müssen wir uns auch noch zum Kryptologen fortbilden lassen, um die Nachrichten unserer lieben Kinder zu verstehen! Also erfolgt die unausbleibliche Rückfrage, natürlich per Antwort-SMS: „Was bedeutet HDGDL?“ Sicher wird nun der Eine oder Andere unter ihnen gelangweilt gähnen und mir eine mittelalterliche Einstellung zu Technik unterstellen wollen. Nun, viel Spaß dabei! Aber wie lernten Sie die vielen kryptischen Begriffe im SMS-Verkehr verstehen? Mag sein Sie lernten es viel früher als ich, aber der Weg war wahrscheinlich der gleiche. Also, für alle Anderen, nicht Gelangweilten sei erwähnt: „HDGDL“ ist eine Abkürzung und bedeutet: „Hab´ Dich ganz doll lieb!“ Bitte nicht persönlich nehmen! Ich beschreibe hier nur Tatsachen! Und sollte man eine solche, liebevolle, nette SMS (was auch immer das heißen mag) erhalten, sind Rückfragen schon fast eine Beleidigung für den Versender! Die Wirkung ist in diesem Falle ganz ähnlich jener die man erreicht, wenn man bei einem romantischen Dinner zu zweit im Kerzenschein die schief stehenden Zähne der Angebeteten erwähnt! Aus „Hdgdl“ wird dann ganz schnell „DdSkmgb“. Oh, und bitte keine Nachfragen nach der Übersetzung hierfür ins Hochdeutsche! Es sei nur so viel gesagt, dass es nichts Gutes bedeutet!

Eine Weile möchte ich noch an dieser modernen Art des „networking“ dran bleiben, denn sie gehört zur Kultur unserer Jugend und nimmt daher einen hohen Stellenwert bei ihr ein! Also noch ein paar Worte hierzu: Mein Sohn zum Beispiel hat 99% seines Freundeskreises („social networks“) in der direkten Nachbarschaft oder sieht Diesen jeden Werktag in der Schule. Er ist 10 Jahre alt! Und doch ist schon jetzt der Druck ein Handy sein eigen zu nennen schon derart groß, dass er sich genötigt fühlt uns regelmäßig mit diesem misslichen Lebensumstand zu konfrontieren! Ich selbst zähle noch zu jener Generation, die sich mit 10 Jahren aufs Rad geschwungen hat und schlicht losgefahren ist, um Freunde zum spielen zu suchen. Oder wir haben uns schon in der Schule zum Fußball um 4 Uhr am Bolzplatz verabredet. Dies ist heute inakzeptabel! Liebe Mitmenschen, liebe Eltern: Wir verursachen mit unserer störrischen Haltung gegenüber den modernen Kommunikationsmitteln („Handys“) ein dauerhaftes Trauma der Ausgrenzung in der Psyche unserer Kinder! Es ist nur noch eine Frage der Zeit, wann unsere Politiker uns vorschreiben werden, dass Kinder spätestens mit 9 Jahren ein Handy und mit spätestens 12 Jahren ein Notebook mit Internet-Verbindung zu bekommen haben! Denken Sie an meine Worte, wenn es so weit sein wird! Eine Verabredung in der Schule ist heute nicht mehr zeitgemäß, ebenso wie ausgeschriebene Sätze, korrekte Nutzung der deutschen Grammatik und fehlende Flicken auf Hosen und Pullovern. Fragen Sie mich jetzt bitte nicht nach meiner Tochter, die mit ihren 16 Jahren bereits einen wesentlichen Schritt weiter ist! Wir sparen bereits für die Psychotherapie zur Reduktion der Spätfolgen des Handy-Entzuges! Zumindest war ich bereit, den Grad ihres Leidens ein wenig zu mildern, indem ich ihr ein „Pre-Paid-Handy“ verschafft habe. Haben Sie eine Ahnung wie schnell 30 EUR verbraucht sein können? „Ach Papi, ich habe mir doch nur 4 oder 5 Handy-Spiele herunter geladen! Das kann doch gar nicht sein!“ Doch, das kann es! Bei rund 5 EUR pro Ladevorgang reicht das völlig, um mich schon am Folgetag im Nachkauf wieder zu finden! Aber ich muss jetzt zugeben, ich übertreibe bei meinen Schilderungen maßlos! (Es dauerte einen Tag länger!)

Abschied ist Neuanfang


Adieu, good bye, auf wiederseh´n.
Wir alle müssen manchmal geh´n.
Gehen um des Lebens Wille,
auf das sie geht, die leise Stille.
Sie hat sich bei mir eingeschlichen,
ich habe mich mit ihr verglichen.
Gemerkt hab´ ich, nach langer Zeit,
hier war nur Einer sehr bereit.

Drum trauern wir der Tage nicht,
die Welt nicht gleich zusammen bricht.
Hab´ Flugzeuge im Bauch gehabt,
doch war ich wohl nicht sehr begabt,
Dich für mich zu begeistern.
Auch das werd´ ich noch meistern.
Ein schöner Traum sein Ende fand,
zerrissen ist das zarte Band.

Glück auf! Los geht´s! Ein neues Spiel.
Erwarten tue ich nicht viel.
Genießen werd´ ich jene Stunden,
werd´ ziehen meine weiten Runden.
Mal schauen dort und scherzen hier,
das ist des Suchenden Plaisir.
Freude zu verbreiten,
Freunde zu begleiten.
Das wird mir wichtig sein,
dann bleib´ ich nicht lang allein.

Dir wünsch´ ich alles Gute!
Zieh´ weiter, suche voller Mute,
was Du bisher nicht hast gefunden.
Wirst drehen Du, die Deinen Runden.
Vielleicht, wer weiß, man sieht sich mal.
Vielleicht, wer weiß, in and´rem Tal.
Bis dann! So long! Auf wiederseh´n!
Ich muss jetzt wirklich, endlich geh´n!

Montag, 16. Februar 2009

Der Liebe wegen

Der Liebe wegen. Seltsame Pfade,
beschreite ich, niemals ganz gerade.
Ein Dschungel breitet sich,
für Dich und mich,
vor uns´ren Augen aus.
Manchmal ein Graus.

Der Liebe wegen, versuche ich,
ganz ich zu sein, auch ohne Dich!
Denn Offenheit und Lebenslust,
hält fern, den öden Alltagsfrust.
Die Freude der Minute,
erlaubt mir keine Schnute.

Der Liebe wegen, bin ich – nur ich!
Belügen mag ich niemals mich,
noch Menschen, die um mich herum.
Sei´n sie auch schlau, oder auch dumm.
Ein Lächeln hier, ein Späßchen dort,
ganz gleich an welchem fremden Ort.

Der Liebe wegen, werde ich seh´n,
was And´re im vorübergeh´n,
links liegen werden lassen.
All jene blinden Massen.
Der Weg nach vorn, auf neuen Wegen,
das ist mein Ziel, gar nicht verlegen.

Der Liebe wegen, bin ich das Schmunzeln!
Da mag so manche Stirn sich runzeln,
so mancher Mensch gar mag sich denken:
Wohin will der mich denn nun lenken?
Doch lenken – nein, das liegt mir fern!
Trifft es doch nicht des Pudels Kern.

Der Liebe wegen, bin ich bereit,
zu geben was den Mensch befreit.
Ihm Freude macht und lustig stimmt,
so gar nicht auf Hochglanz getrimmt!
So seht mich an, und seht es ein:
Wenn ihr nicht wollt, seid nicht allein!

Denn leben ist lustig, leben ist schön.
Wenn wir nur uns´ren Nächsten seh´n!
Geht auf ihn zu, macht einen Witz.
Ganz gleich ob Kneipe oder Ritz!
Seid gar nicht immer so verlegen!
- Der Liebe wegen!

Sonntag, 15. Februar 2009

Aller Anfang...

Was passiert heute?

Diese Frage scheint uns zu beschäftigen. Täglich. Aber was soll passieren? Was kann passieren? Und - passieren? Wieso so passiv? Im englischen gibt es die Redewendung: „Making it happen!“ Übersetzt also so viel wie etwa: „Wir machen, dass es passiert!“

Was ist es, das uns Deutsche so passiv macht? Wir „machen es nicht Realität“, sondern wir lassen passieren! Klar, oft lesen oder hören wir im offiziellen Sprachgebrauch Begriffe wie: „Er ist ein Macher!“ oder Dieses oder Jenes wurde „umgesetzt“, was die deutsche Umschreibung für eben jenen Umstand sein soll! Aber für den Deutschen im Allgemeinen? Welcher Bäcker, Maurer, Industriearbeiter hat heute noch die Gelegenheit, etwas zu „machen“? Der Durchschnittsdeutsche, ich nenne ihn oder sie der Einfachheit halber einfach Herr oder Frau Müller, bekommt gar keine Gelegenheit etwas zu machen! Er/Sie muss funktionieren! Das ist alles, was von ihm (das „/ihr“ spare ich mir ab dieser Stelle) erwartet wird. Ja mehr noch: Sollte „der Deutsche“ mehr einbringen wollen, wird er mit Augen des Argwohns beobachtet und seine Loyalität in Frage gestellt, was in der deutschen Unternehmenskultur bereits die Vorstufe zur Kündigung sein kann!

Initiative! Freidenkertum! Demokratie! Gleichberechtigung! Lang´ ist es her, da wurden mir diese Ideale vermittelt! Nicht daheim von meinen Eltern, sondern in der Schule. Genauer gesagt, am Gymnasium „meines Vertrauens“! Ein humanistisches Institut in einer kleinen Großstadt in Deutschlands hohem Norden! Eine Bildungsstätte mit Tradition, deren Namen ich aus eventuellen Rechtsansprüchen nicht nennen möchte. Zumindest bis sich ein Rechtsvertreter bei mir meldet und die Nennung frei gibt! Meine Eltern fassten diese Haltung stets so zusammen: „Wer sich zu weit aus dem Schützengraben heraus wagt, wird erschossen!“ Ja, meine Eltern gehörten zur (hoffentlich) letzten Kriegsgeneration. Daher der martialische Vergleich. Meinem Vater, der wohl an der Front diente, war dies in Fleisch und Blut übergegangen. Er lebte sein gesamtes Leben nach dieser Prämisse. Vielleicht hat der Krieg für ihn nie geendet. Ich weiß es nicht.

Also zurück zum Freidenkertum! Was ist ein Freidenker? Jemand der seine Gedanken frei äußert! Unabhängig von allen gängigen Vorschriften, aller gesellschaftlichen Vorbehalte und Regeln. Ein Freigeist im klassischen Sinne schert sich nicht um die Meinung Anderer! Er verschafft seiner Meinung Gehör, indem er sich äußert. Nun, unsere Gesellschaft fördert dies nicht wirklich, da dieser Freidenker die Konsequenzen seines Handelns dann schnell zu tragen hat! Irgendjemand mit Einfluss wird sich schnell daran stören oder bedrängt fühlen und ihn dies spüren lassen. Merkwürdig, aber es gibt immer Jemanden, der genug Einfluss und Macht besitzt, um Anderen ihre berechtigte Meinung zu verbieten! Ist das eigentlich typisch Deutsch? Und falls ja, womit haben wir uns dieses Dilemma verdient? Sicher, ich bin ein politischer Mensch, aber ich will diesen Punkt nicht als Politikum erklärt wissen! Es muss irgendetwas in unserer deutschen Vergangenheit geben, dass diesen Umstand zu erklären vermag! Liebe Geschichtswissenschaftler, Politologen, Soziologen, Pädagogen, oder was ich wer sonst noch! Hier seid ihr gefragt! Zum Freidenkertum gehört auch das im Grundgesetz verankerte Recht auf freie Meinungsäußerung! Aha, also laut Grundgesetz gibt es sie tatsächlich – die frei denkenden Deutschen! Interessant, nicht wahr? Aber wo sind sie? Oh, und bitte verwechseln Sie nicht jeden Nörgler mit einem Freidenker! Das wäre ein Fehler! Und es würde dem idealistischen Ansatz eines Freidenkers nicht gerecht werden! Nörgler – ja die gibt es sogar zu viele! Meckern, motzen, anschwärtzen. Hmm, wo liegt eigentlich die Grenze zwischen diesen Dingen? An meiner Schule, dem oben bereits beschriebenen Bildungsinstitut, lehrte man mich zunächst immer die negative Seite einer Argumentation aufzugreifen, bevor man dann die selbst bevorzugte, Positive ausführt. Ich wende diese Technik nun auf Sie an: Nörgler sind im Grunde rein destruktiv. Sie wollen zerstören. Sie zeigen auf ihre Weise Missstände auf – sicher - aber ohne praktikablen Ansatz zur Verbesserung! Ein Freidenker hingegen, zeigt möglicherweise den selben Unmut, jedoch mit dem Unterschied, dass er (/sie) Ansätze zur Lösung einbringt! So merkwürdig diese auch sein mögen. So abwegig diese auch scheinen mögen! So unglaublich „anders“ sie auch sind, aber sie sind da! Ein Freidenker ist demnach ein Nörgler mit produktivem Ansatz! Gut, das ist nur meine Meinung, aber immerhin: Ich habe eine Meinung.

Kürzlich las ich, dass einer unserer Politiker mehr Initiative von den Bürgern fordere. Aha! Interessant! Bürger sollen initiativ sein. Da stellt sich mir die Frage: Warum eigentlich? Was will ein Politiker erreichen, der mehr Initiative beim Volk einfordert? Na ja, einfordern ist wahrscheinlich übertrieben, aber immerhin anmahnt! Schauen wir uns doch mal die Situation in Deutschland an. Was dürfen die Bürger dieses Landes eigentlich noch? Gibt es die Versammlungsfreiheit noch? Vielleicht bedingt! Nach vorheriger Anmeldung darf man sich treffen, sofern es das öffentliche Leben betrifft. Ach, waren sie schon einmal auf einer nicht angemeldeten Demonstration? Hatten Sie schon einmal das Bedürfnis, ihrem Landtagsabgeordneten ein Plakat ins Gesicht zu halten, auf dem etwas wie: „Schluss mit der Abwälzung von Bildungskosten auf die Eltern der Kinder!“ hätte stehen können? An dieser Stelle könnte nun jeder von Ihnen als wichtiger empfundene Kommentar gestanden haben! Da wir uns aber nicht kennen, nannte ich der Einfachheit halber das, was mich derzeit am meisten bewegt! Ich bitte mir diese Freiheit zu entschuldigen! Also hatten Sie schon einmal ein solches Bedürfnis? Und haben Sie es in die Tat umgesetzt? Sind sie zum Rathaus gegangen? Haben Sie ihrer Meinung freien Lauf gelassen? Ihren Abgeordneten womöglich versucht persönlich anzusprechen? Ein Vier-Augen-Gespräch soll ja so viel effektiver sein, als plakative Darstellungen! Aha! Also nicht! Und erlauben Sie mir die Frage: Warum nicht? Leben wir nicht in einer Demokratie? Achso, stimmt. Ich war ja bei der Versammlungsfreiheit, nicht beim Thema Demokratie.

Wie jener bekannte Politiker, der mehr Initiative von den Bürgern forderte, fordere ich nun hier an dieser Stelle: Zeigen Sie mehr Initiative! Sagen Sie Ihre Meinung! Zu den alltäglichen Themen, denen unsere Politiker gänzlich entrückt zu sein scheinen! Übrigens: Wollte dieser Politiker nicht wirklich Initiative sagen, aber ihm fiel einfach zu schwer zu sagen, was er wirklich meinte: „Verdienen Sie mehr Geld, damit der Staat mehr Steuern von Ihnen erhält!“ Das wäre freie Meinungsäußerung gewesen! Aber genau dies gestehen wir unseren Politikern ja auch nicht wirklich zu, oder? Na ja, wir wurden diesbezüglich ja auch nicht gerade mit offener, ehrlicher Politik verwöhnt! Meine Kenntnisse hierzu beziehe ich hauptsächlich auf die Ära Kohl, die sich in meinen Augen besonders hervortat! Als die große Zeit von Tatsachenverdrehern in der Geschichte der BRD. Ja, Tatsachenverdrehern! Oder Neudeutsch: Politikern!

Freie Meinungsäußerung bei Politikern – bitte denken Sie mal mit mir zusammen nach und wir stellen uns die Frage: Wann haben wir das letzte Mal offen und ehrlich eine Meinung eines Abgeordneten gehört, die nicht Sekunden nach der Parteischelte wieder revidiert wurde? Parteischelte! Ist das vielleicht „freie Meinungsäußerung“? Nun, ich denke nicht! Es sind die in den Parteien integrierten Nörgler, die sich zur Meinungspolizei aufspielen und ganz entsprechend ihrer Natur an allem und jedem Herumnörgeln, ohne bessere Lösungsansätze aufzeigen zu können. Es geht ihnen nur um Eines: Homogenität! Oder Altdeutsch: Einförmigkeit! Ja, klingt richtig schlecht auf Altdeutsch, oder? Deswegen wird dieses Wort auch nicht mehr benutzt! Selbst im Sprachgebrauch des Sports ist stets nur die Rede von einem „homogenen Team“, niemals von einem „einförmigen Team“! Gemeint ist aber genau das! Ebenso wie in jedem anderen Team! „Teamfähigkeit“, ein Wort das heute in fast jeder Stellenanzeige auftaucht. Aber was meinen die studierten Verfasser dieser Stellenanzeige damit? Einförmigkeit! Sich unterordnen! Eben das genaue Gegenteil, von Initiative! Man spricht von „Initiativ-Bewerbungen“, wenn ein Arbeitnehmer sich ungebeten an ein Unternehmen wendet, um seine Dienste anzubieten! Sicher, der Arbeitnehmer ergreift die Initiative und bewirbt sich, ohne auch nur die leiseste Ahnung zu haben, ob das angeschriebene Unternehmen ihn/sie auch braucht. Aber hey, Initiative ist gut! Zeigt sie doch unseren Willen als Bewerber! Aber wollen die Unternehmen das auch? Früher nannten wir dies schlicht: Blind-Bewerbung! Ja, denn ohne die leiseste Ahnung, ob überhaupt Bedarf beim erwünschten Arbeitgeber besteht, ist die Bewerbung ein Versuch ins Blaue hinein! Aber das darf man natürlich nicht sagen oder schreiben! Das ist politisch unkorrekt! Nun, hiermit erkläre ich für mich die schriftliche Anarchie!

Oh, da fällt mir doch noch eine Person ein, die sich kürzlich mit einer geradezu freidenkerischen, initiativen Meinungsäußerung politisch ins Abseits stellte. Ihre These (ja, eine Dame!): Ehen sollten alsbald mit einer gesetzlich vereinbarten „Halbwertzeit“ von nur sieben Jahren abgeschlossen werden! Mein ausdrücklicher Respekt vor diesem Mut! Neben dem sofort bei mir einsetzenden Schmunzeln, über derlei abwegige Gedanken in Hinsicht auf die Institution Ehe in Deutschland, gerieten mir meine Gesichtszüge nahezu völlig außer Kontrolle, zog ich in Betracht, dass ausgerechnet dies im Zuge eines Wahlkampfes um den Parteivorsitz der katholischsten Partei Deutschlands gesagt wurde! Und nun der Knaller: Die von mir persönlich dafür sehr verehrte Frau Pauli (diesmal fühle ich mich sicher), wollte mit dieser Aussage ihr Profil darstellen! Oder wie man so schön sagt:: Sich profilieren! Bevor ich einige Worte über die auch in dieser Partei natürlich vorhanden Nörgler (sprich Kritiker!) verliere, möchte ich diesen Gedanken, wie kürzlich in einem Brief an eine gute Freundin bereits geschehen, noch mal etwas ausführen: Man steht dann also vor dem wahrscheinlich katholischen Standesbeamten in Bayern und die neue Formulierung wäre dann: „Wollen Sie, …, die hier anwesende … zu ihrer rechtmäßigen Ehefrau nehmen, sie lieben und ehren, bis das die sieben Jahre um sind?“ Und er würde schmunzelnd antworten: „Ja, das bekomme ich wohl hin!“ Mal ehrlich, ist das nicht einen Schmunzler wert!? Aber was würde passieren, wenn diese vertragliche Neuregelung, nennen wir sie mal die Pauli-Ehe, andere Schwierigkeiten hervorrufen würde? Hätte man z.B. für die eventuelle Nichteinhaltung der vertraglichen Pflichten einen erweiterten Garantieanspruch? Und falls ja, wie sähe der dann aus? Minderung? Wandlung? Hmm, liebe Leser. Da öffnen sich ganz neue Perspektiven, oder? Das nenne ich Freidenkertum! Und initiativ noch dazu! Erfrischend, belebend oder einfach: Demokratisch! Aber ganz sicher alles andere, als die heutige Interpretation von Teamfähigkeit, oder wie sehen Sie das? Ach, und liebe Damen: Gleiches Recht für Alle natürlich, auch wenn meine Formulierung oben den männlichen Standpunkt zum Ausdruck gebracht haben mochte!

Die „Kritiker“ brauchten natürlich nicht lange, um aus ihren Startblöcken zu springen und diesen höchst demokratischen Gedankenansatz zu erschüttern: Im Falle der von der Partei wenig geliebten Frau Pauli bedeutete dies umgehend schmutzige Wäsche zu waschen! Sie sei selbst ja bereits mit zwei geschiedenen Ehen vorbelastet hieß es! Und persönliche Wünsche gehören nicht in die Politik, hieß es! Aber liebe Nörgler: Gerade dies fehlt uns heute doch! Persönliche Wünsche können zu Politik werden! Es waren doch die Wünsche von Politikern wie Adenauer und Erhard, die Deutschland in Aufbruchstimmung versetzten und die Zeit des Wiederaufbaus bestimmten! Wünsche, die über das eigene Wohlergehen hinaus dem Volke dienten. Aber persönliche Wünsche, die ich hier der persönlichen Motivation gleich stellen möchte. Frau Pauli definiert ihre Wünsche als politische Ziele! Damit hat sie den Medien etwas gegeben, was man heute werbewirksames Eigen-Marketing nennt! Ich möchte sie nicht direkt in eine Reihe mit den genannten Größen der Vergangenheit stellen, aber damit hat sie sicher mehr Profil gezeigt, als es ein Edmund Stoiber jemals in der Lage gewesen wäre, verbal zu formulieren! Hätte ja auch zu lange gedauert. Ich nehme an, Sie wissen worauf ich anspiele. Und jener Edmund Stoiber war ja schließlich CSU-Partei-Vorsitzender! Nun, er darf sich zukünftig im EU-Parlament profilieren! Wird sicher spannend!

Demokratie – ein tolles Schlagwort! Ein ebenfalls im Grundgesetz verankertes Grundrecht eines jeden Bürgers diese Staates. Aber ist es demokratisch zu nörgeln? Da mag man geteilter Meinung sein, aber seine Meinung zu äußern, ist ganz sicher demokratisch! So wie es demokratisch wäre, als Bürger über unsere Zukunft abstimmen zu dürfen! So geschehen in einigen europäischen Staaten, die bevorzugten, ihre Bürger dieses Rechtes nicht zu berauben, als es um die Teilnahme an der EU ging! Ich schreibe mal aus, was viele Bürger dachten, sich aber nicht trauten offen auszusprechen: Volksentscheid! Liebe Politiker dieses Landes! Ja, es gibt diesen Begriff und ja, einige Bürger kennen ihn und seine Bedeutung tatsächlich! Vielleicht sogar mehr, als euch lieb sein könnte! Die getroffenen Regelungen diesbezüglich sind jedenfalls nicht demokratisch zustande gekommen! Aber die Kosten hierfür müssen demokratisch von der Gemeinschaft getragen werden! Tja, und nun erklär´ mir mal bitte jemand, wie Herr oder Frau Müller das verstehen soll!

So verehrte Damen! Nun Ihr Lieblingsthema! Nein, nicht wer bringt den Müll raus, sondern Gleichberechtigung! In seiner unmittelbaren Bedeutung geht es ausschließlich um Rechte! Nicht wie Sie daheim bestimmt schon des Öfteren argumentiert haben, auch um Pflichten. „Gleiches Recht“! Aber für wen? Die Antwort ist so einfach wie anarchistisch: Für Alle! Aber schreiben Sie dies nie in einer Mail, sonst könnten Sie vom BND unter die Lupe genommen werden, wegen subversiver Gedanken! Gleiche Rechte für Deutsche und ausländische Mitbürger, in Arbeit und Gesellschaft! Gleiche Rechte für Politiker und Bürger (jetzt gerade schmerzen mich meine Worte weiter oben bezüglich der Pflichten sehr!). Gleiche Rechte für alle Bürger, gleich welchen Standes oder welcher Herkunft! Hoppla, wer ist denn eigentlich Bürger? Mann und Frau im Allgemeinen ganz sicher! Gehen wir zu den Spezielleren: Sind Politiker auch Bürger? Es belastet mich ein wenig, aber dieses Recht kann man ihnen nicht absprechen! Wobei der Umkehrschluss natürlich nicht zulässig ist: Bürger sind eben nicht auch Politiker! Ist doch klar! Sie sind im besten Falle politisch, wobei das nicht unbedingt gern gesehen wird, bei den Politikern. Also ist jeder Mensch, der einen deutschen Pass, eine deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, Bürger der BRD. Was im Umkehrschluss nun wieder nicht bedeutet, dass Menschen ohne deutschen Pass überhaupt keine Bürger oder gar Menschen sind! Sie sind es! Nur nicht in diesem Staat! Nun ja, abgesehen von den hoffentlich wenigen Staatenlosen, die aus humanistischen Gründen dennoch oder gerade deswegen Menschen sind! Manche Bürger dieses Staates verlassen ja auch unser wunderschönes Land, um Staatsbürger (Steuerzahler) eines anderen Landes zu werden. Liebe Grüße an Michael Schuhmacher und andere! Geehrter Herr Schuhmacher, Sie fielen mir sofort aufgrund ihres Bekanntheitsgrades ein! Aber zurück zur Gleichberechtigung! Meine Kinder haben z.B. auch einen deutschen Pass! Wird zum Zweck des Reisens ja vorgeschrieben! Damit sind sie auch Bürger und haben die gleichen Rechte! Na ja, zu Zeiten des kalten Krieges gab es eine Reihe von Witzen, die sich immer auf „Radio Eriwan“ bezogen: Im Prinzip haben sie die gleichen Rechte! Ein wesentliches Recht des Bürgers, das Wahlrecht, haben sie erst mit Vollendung ihres 18. Lebensjahres! Okay, dann leben wir das auch so in den Familien! Manchmal wird dies auch einfacher formuliert: „So lange Du Deine Füße unter …!“ Sie werden wissen, was ich meine. Hier gibt es also einen Widerspruch zwischen der gesetzlichen und der gesellschaftlichen Regelung! Hmm, ist das eigentlich erlaubt? Existieren Gesetze nicht zum Wohle der gesamten Gesellschaft? Aber das führt zu weit.

Zusammenfassend möchte ich erklären: Gleichberechtigung ist nicht gleichzusetzen mit Emanzipation! Aber sie ist ebenso wichtig! Auch wenn der E-Begriff in den Medien mehr Aufmerksamkeit erregt! Aber zu meiner eigenen Ehrenrettung möchte ich betonen, dass ich im Gegensatz zu einigen Promis nicht der Meinung bin, dass Frauen an den Herd gehören, oder ähnlich dumme Parolen dreschen mag! Gleicher Job, gleiches Einkommen! Viva la Merkel! Mein Spanisch reicht gerade so – hoffe ich.

Gleichberechtigung ist für mich ein emotional belastetes Thema! Sie werden es bereits gemerkt haben! Und ich weiß in diesem Falle wirklich nicht, wie ich meine persönliche Meinung weitestgehend heraushalten kann. Also tue ich das, was ich am besten kann. Ich spreche es offen aus: Es gibt sie nicht! Es gab sie nie! Und ich behaupte, es wird sie niemals geben! Aber ich möchte betonen: Leider!

Willkommen

Hallo Leute !


Wie so manch Anderer vor mir möchte auch ich mich nun ins Abenteuer “blog” stürzen um endlich mal loszuwerden, was mir auf der Seele brennt. Ich werde gar nicht erst versuchen mich zu verstellen und meine Launen zu kaschieren! Also seid gewarnt vor der einen oder anderen Spitze!

Ich passe nicht wirklich in eine Schublade, daher fällt es mir schwer, mich sinnvoll vorzustellen. Aber das muss ich hier wohl auch gar nicht, daher lasse ich es zunächst einmal. Sollten meine Beiträge Euch anregen, erheitern, aufwühlen oder sonstwie emotional beeinflussen, dann würde ich mich über einen Kommentar freuen.

Ich beginne einfach mal mit meinen täglichen Gedanken, die ich hin und wieder mal schriftlich meinem PC anvertraue. Mit der Zeit werde ich sicher auch alle Features des blogging kennen lernen, also entschuldigt die derzeitige Einfachheit.

Viel Spaß und vielleicht bis bald,

Euer Mike